Technik nicht nur nutzen, sondern selbst gestalten: Genau das möchte das Projekt Pop*Up Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Mit einem mobilen Makerspace bringt das Projekt Making- und MINT-Angebote direkt dorthin, wo junge Menschen lernen und ihre Freizeit verbringen. So sollen insbesondere jene erreicht werden, die bislang nur wenig Zugang zu technischen Bildungsangeboten haben.
Ausgangssituation
Obwohl das Potenzial von Making – dem technologiebezogenen Selber-Machen – bekannt ist, profitieren nicht alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen davon. Mädchen, Kinder mit Migrationsgeschichte und junge Menschen aus bildungsbenachteiligten Lebenswelten sind in bestehenden Angeboten oft unterrepräsentiert. Gleichzeitig finden viele Making- und MINT-Aktivitäten nur punktuell und an festen Standorten statt, was nachhaltige Lernprozesse erschwert.
Ziele
Pop*Up verfolgt vier zentrale Ziele:
- Entwicklung eines modularen und transportablen Pop-Up Makerspaces, der unabhängig von bestehender Infrastruktur an verschiedenen Orten genutzt werden kann.
- Nachhaltige Förderung von MINT-Kompetenzen durch Making-Angebote
- Förderung von technischem Selbstvertrauen und Interesse bei unterrepräsentierten Gruppen in Making durch diversitätssensible Vermittlungsformate.
- Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks aus Unternehmen, Forschungspartnern und Bildungseinrichtungen.
Geplante Ergebnisse
Im Rahmen des Projekts entsteht ein mobiler Makerspace mit leicht bedienbaren Produktionsmaschinen, der an Schulen, Jugendzentren und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit eingesetzt werden kann. Ergänzt wird dieser durch diversitätssensible Vermittlungsformate für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren. Die modularen Inhalte ermöglichen eine längerfristige Begleitung und fördern technisches Selbstvertrauen, die Auseinandersetzung mit Rollenbildern sowie einen praxisnahen Zugang zu MINT-Themen.
„Wir wollen damit einen nachhaltig und sozial gerechten Raum für MINT-Bildung schaffen, der flexibel gestaltet ist und Jugendliche dort erreicht, wo sie sich aufhalten – in Schulen und Jugendzentren," so Georg Regal vom AIT.
Projektpartner:innen
- AIT Austrian Institute of Technology
- Universität Salzburg
- Happylab
- TheCoolTool
- Wunderwuzzi Roboter